Nachdem ich in 2008 zu faul war, um einen Reisebericht über unsere Süd-England und London-Reise zu tippen, hat es mich dieses Jahr wieder gepackt. Zum einen, um uns eine gute Erinnerung an den tollen Trip zu sichern und zum anderen, um ein bisschen was zurückzugeben – denn im Vorfeld habe ich bei der Planung sehr viele Reiseberichte anderer Womo-Fahrer im Netz abgegrast. Vielleicht kann ja jemand etwas hiermit anfangen, so wie wir von vielen Infos aus anderen privaten Berichten profitieren konnten.

Noch angemerkt:
Links sind farbig unterlegt und alle Fotos können mit einem Klick darauf auch groß betrachtet werden. Und falls sich jemand wundern sollte, dass wir nur auf Stell- oder Campingplätzen übernachtet haben – in Frankreich wird „Wildcampen“ bis auf wenige Ausnahmen mit einer hohen Geldbuße belegt! Auch nicht gleich „Laaangweilig“ rufen, wenn an jedem Tag ein Foto des Stellplatzes/Campingplatzes zu sehen ist – eventuelle „Nachfahrer“ sollen so einen Eindruck vom Platz bekommen.
Jetzt aber genug geschwafelt und los mit der

Tour de Provence 2009

Der Plan: In 13 Tagen einmal rund um die Provence, von Osten nach Westen.
Planhelfer: Reisemobil Bordatlas 2009, ADAC Campingführer, Wohnmobil-Tourguide „Provence“ vom „Reise Know How“-Verlag
Womo: Ein geliehener Adria Twin Top auf Fiat Ducato
Wir sind: Meine Freundin Rebekka und meine Wenigkeit
Reisezeit: 25.05.-07.06.2009


Hier klicken für eine interaktive Routenkarte
(öffnet in neuem Fenster)

TAG 1 – 25.05.2009
Köln – Bulgnéville

Wie immer bei Wohmobil-Touren – bevor es losgehen kann, ist packen und einräumen angesagt. Um 14 Uhr können wir den Adria beim Vermieter in Kall/Eifel abholen und stehen eine Stunde später vor unserer Wohnung in Köln. Es ist sehr warm und schwül, somit schwitzen wir nicht wenig, bis „unser“ Womo startklar ist. Kurz vor der Abfahrt gibt’s ein sehr heftiges Gewitter das wir noch abwarten. Als wir gerade los wollen, bemerke ich eine große Pfütze Wasser, die sich ihren Weg unter dem Mobil her bahnt und immer größer wird. Was ist DAS? Loch im Wassertank? Ein Anruf beim Vermieter klärt die Sachlage – Wegen des großen Temperatursturzes im Gewitter hat sich das Ventil der Heizung geöffnet und alles Wasser aus dem Heizsystem abgelassen, damit es nicht „einfriert“. Diese Sicherung ist wohl eher für den Winter gedacht, aber bei dem heftigen Temperatursturz kann das auch mal im Sommer passieren. Also einfach das Ventil (hinter einer kleinen Klappe versteckt) wieder nach oben ziehen und das Problem ist gelöst. Jetzt läuft zwar fast der gesamte Frischwassertank in die Heizung um sie wieder aufzufüllen, aber wir haben ja gerade erst geduscht. Die unspektakuläre Fahrt zur Zwischenübernachtungsstation in Bulgnéville, einem kleinen Örtchen in den Vogesen, verbringen wir mit einem Hörbuch. Der dortige Stellplatz ist gegen 01.00 Uhr erreicht. Nett, auf Asphalt und außer einem weiteren Womo verwaist. Noch zwei Bierchen am wenige Meter entfernten kleinen See bei lauen Temperaturen und dann geht’s ab ins Bett.

TAG 2 – 26.05.2009
Bulgnéville – Sisteron

Um neun schälen wir uns aus dem bequemen, 1,40m breiten Bett und machen Frühstück. Ein bedeckter Himmel und leichter Nieselregen erwarten uns draußen - und die Stellplatz-Kontrolleuse, die uns sechs Euro abnimmt. Dafür halten wir uns natürlich noch schamlos am Wasserhahn des Stellplatzes und tanken erst mal wieder ordentlich auf bevor es weiter in Richtung Provence geht. Das Ziel ist Sisteron, eines der „Tore“ zur Provence. Bis dahin wollen aber noch 600 Kilometer Strecke gemacht werden, größtenteils über eintönige Autobahn. Dazu pladdert es auch noch fast am Stück während der gesamten Fahrt. Für die letzten anderthalb Stunden Strecke wechseln wir auf Landstraße und prompt hört der Regen auf. Dafür bekommen wir jetzt tolle Panoramen der Voralpen serviert – und natürlich dementsprechende Straßen mit ordentlich Serpentinen. Der im Womo-Tourguide als laut aber schön angegebene Stellplatz mitten in Sisteron ist tatsächlich schön aber laut! Er liegt direkt an einer vielbefahrenen Straße. Sisteron selbst wird von einem mächtigen Felsen „bewacht“ und von der unwirklich türkis-schimmernden Durance durchflossen. Das Städtchen ist nett, aber nicht spektakulär. Dennoch bekommen wir schon ein bisschen mediterranes Aroma um die Nasen geweht – und es ist warm, wenn auch ein Gewitter droht. Nach etwa anderthalb Stunden Stadtbummel entscheiden wir uns für den Campingplatz in der Nähe (Les Prés Hauts), weil der Stellplatz wirklich gar nicht geht. Der Camping ist ganz nett, günstig und unweit der Durance. Wir erwischen einen Platz mit Bergblick vor einer Wiese mit unglaublich vielen zirpenden Zikaden. Die Duschen allerdings sind nicht so prickelnd. Spaßig aber das Blatt, das wir beim einchecken bekommen haben. Es beschreibt genau, wie man sich bei einem Unfall im örtlichen Chemiewerk zu verhalten hat: „Wenn Sie das Alarmsignal hören, begeben Sie sich in Ihren Caravan, schließen Sie die Fenster und schalten Sie Ihre Lüftung aus. Hören Sie dann Radio soundso auf Mittelwelle-Frequenz soundso und warten Sie auf weitere Anweisungen“. Aha. Ob die ihre Anweisungen dann wohl auch auf Deutsch oder Englisch verlesen? Der Abend endet bei selbstgekochtem Nudel-Gehamse, ein paar Bieren und einigen Runden „Mäxchen“.


Links: Der erste Camping / Rechts: Die Durance fließt grün / Unten: Panorama Sisteron

TAG 3 – 27.05.2009
Sisteron – Les Salles-sur-Verdon

Von der Sonne geweckt – Ist jetzt ein übel-triefendes Klischee, aber wahr! Und sofort ist es warm, um acht Uhr morgens. Mit frischem Baguette und Croissant von der Rezeption prächtig in den Tag gefrühstückt. Danach zum ersten Mal das lustige Klokassetten-Schleppen zwecks Entsorgung unserer organischen Abfälle und rauf auf den Bock in Richtung Montagne de Lure, den zweithöchsten Berg der Provence, der fast bis zum Gipfel befahrbar ist - immerhin 1826 Meter hoch! Je näher wir dem Berg kommen, umso enger werden die Straßen. Als es schließlich so richtig die Serpentinen rauf geht, ist die Straße gerade so breit wie unser Womo – Dazu alle 50 Meter eine 90 bis 180°-Kurve, dichter Baumbestand links und rechts und heftige Steigungen in der Straße. So geht es eine gute halbe Stunde lang. Nur nebenbei erwähnt: Das Womo ist kein Riese unter seinesgleichen, aber immerhin knapp sechs Meter lang und 2,70 Meter hoch. Und ich fahre normalerweise einen Kleinwagen... Trotz der ständigen „Hoffentlichkommtunskeinerentgegen“-Stoßgebete können wir die wirklich tolle Aussicht genießen, erst recht als wir die Baumgrenze erreichen. Von dort aus sind es auch nur noch fünf Minuten bis unter den Gipfel – zum Glück gibt’s dort einen großen Parkplatz. Als wir uns zu Fuß bis nach ganz oben durchgekeucht haben, erwartet uns ein unglaublicher Ausblick bis weit in die Alpen (und bestimmt auch schon nach Italien) hinein. Wir können uns kaum satt sehen, stiefeln aber doch irgendwann wieder runter, parken das Mobil allerdings in eine gute Aussichtslage und machen erstmal eine Kaffeepause auf 1800 Metern. Es ist deutlich kühler da oben und wir kramen die Pullis raus. Etliche Fotos später geht es an die Abfahrt – bequemer und mit breiteren Straßen als auf der anderen Seite des Berges.
Das nächste Ziel ist Moustiers-Sainte-Marie, 90 Kilometer entfernt. „Kiki! Keine Strecke!“ - Falsch gedacht. Knapp zwei Stunden quälen wir uns über kleine „D“-Straßen (ich nehme an „Departement“-Straßen, also mit unseren Landstraßen zu vergleichen) durch Berg und Tal. Immerhin stimmen die Aussichten – ich weiß nicht mehr, an wie vielen Legionen von Klatschmohnwiesen wir vorbei gefahren sind – natürlich malerisch im Wechsel mit Weizenfeldern und/oder Bächen und/oder Lavendelfeldern. Trotzdem nervt die Kurverei irgendwann. Im Bergort Moustiers mit Ach und Krach einen Parkplatz gefunden, ist alles sehr eng da. Der Ort selbst ist unglaublich – Er klebt regelrecht zwischen zwei Steilhängen, die von einem goldenen Stern überspannt werden (der Legende nach von einem Kreuzritter in Zwölfhundertschlagmichtot dort aufgehangen, weil er unversehrt aus dem Krieg in sein Heimatdorf zurückkehrte). Natürlich wird er regelmäßig erneuert, wenn im Winter der böse Mistralwind pfeift und ihn runterpustet. Jedenfalls wurde für diesen Ort das Wort „pittoresk“ erfunden. Die Kapelle ganz oben auf dem Berg, die Wasserfälle, der bewachsene Kirchturm – Man könnte schreien, so schön ist das hier. Fast kitschig. Natürlich fallen wie wir täglich Horden von Touristen ein und dementsprechend präsentieren sich Cafés und Nippesläden en masse. Aber egal – Muss man gesehen haben!
Nach zwei Stunden brechen wir auf nach Les Salles-sur-Verdon, gelegen am Lac de Saint Croix, einem Stausee, der 1974 angelegt wurde um dem Gebirgsfluß Verdon als Trinkwasserspeicher nutzen zu können. Das alte Les Salles-sur-Verdon mußte damals in den Fluten untergehen und wurde am neuen Seeufer neu errichtet. So sieht es auch aus – kein Vergleich zum wenige Kilometer entfernten Moustiers. Also schnell in den örtlichen Mini-Supermarkt und Lebensmittel besorgt. Anschließend rollen wir auf den „Les Pins“-Camping. Schön, mit Seeblick, vielen Hecken und Bäumen und nahe am Ufer. Es ist immer noch sehr heiß und wir gönnen uns eine Abkühlung im türkis-milchigen Wasser des Sees. Danach lecker Steak und Salat am und später noch eine Folge „Dr. House“ im Womo – Können Urlaubstage perfekter sein?





Oben und unten links: Montagne de Lure / Mitte: Ansichten aus Moustiers / Unten rechts: Camping in Les Salles


TAG 4 – 28.05.2009
Les Salles-sur-Verdon - Sainte-Croix-du-Verdon

Frühes Frühstück in der Sonne und schnell einpacken, die Verdon-Schlucht ruft! Beim Manövrieren aus unserem von hohen Büschen eingerahmten Stellplatz komme ich einem dieser Kollegen zu nahe. Das Ergebnis sind ein paar abgeplatzte Plastikstücke vom unteren Rand unseres Toilettenfensters. Ich ärgere mich, aber es soll zum Glück der einzige Kollateralschaden dieses Urlaubs bleiben. Und wenn wir zu diesem Zeitpunkt gewusst hätten, was uns später an diesem Tag noch erwarten würde, hätten wir über so ein paar Plastikstückchen wahrscheinlich müde gelächelt.
Die Verdon-Schlucht, unweit des Sees gelegen, ist eines DER Naturschauspiele Europas. So verspricht es zumindest jeder Reiseführer und jeder, der schon mal dort war. Und wirklich – Keiner hat zu viel versprochen. Bis zu 700 Metern tief hat sich das türkis-blaue Band des Verdons in die Steine gefressen. Natürlich vor seiner harmlosen Zeit als Stausee-Fütterer, als er noch ein reißender Gebirgsfluss war. Wir entscheiden uns für die südliche Strecke an der Schlucht vorbei, die einige tolle Aussichtspunkt zu bieten haben und ganz gut befahrbar sein soll. Das mit den Aussichtspunkten stimmt, letzteres nicht immer. Teilweise wird die Fahrbahn richtig eng, ähnlich wie am Vortag als es den Gipfel hinauf ging. Nur das hier ständig Gegenverkehr herrscht, und das nicht zu knapp. Es ist immer wieder ein toller Adrenalin-Kick, wenn uns ein Reisebus entgegen kommt. Ja, hier fahren Reisebusse her – Richtig große Oschis mit zwei Etagen, voll klimatisiert, DVD-TV, Toilette und so weiter. Woher ich das so genau weiß? Nun, wir hatten etwas Zeit, uns einen genauer anzusehen. In einer besonders engen Kurve kam uns ein solches Monster entgegen. Ich bremse, er bremst, nichts geht mehr. Mitten in der Kurve. Ich gucke flehend den Fahrer an und denke „Der Mann ist Profi“, aber er zuckt nur mit den Achseln und bedeutet mir mit Handzeichen ich solle doch bitte versuchen, an seinem Bus vorbeizukommen. Da mache ich doch gleich mal mit bei dem Spiel, zucke die Achseln und weise großzügig mit der Hand am Womo vorbei. Etwa 20 Sekunden tut sich gar nix. Wir gucken uns an wie zwei Cowboys auf der Dorfstraße an High Noon. Irgendwann steigt der belgische Beifahrer des Busses aus und beginnt wild zu wedeln. Er will mich so nahe wie möglich an die Felswand lotsen, damit sein Bus passieren kann. Ich bin längst schweißgebadet und denke nur daran, dass jeden Moment einer in die Kurve geschossen kommen und uns hinten drauf knallen kann, denn hier ist tatsächlich 90 km/h erlaubt (die aber sicher niemand fährt). Der Beifahrer und Rebekka schaffen es schließlich, mich bis auf einen Zentimeter an die Felswand zu leiten. Mit eingeklappten Rückspiegeln kommen wir aneinander vorbei, ich schätze großzügig auf zehn Zentimeter Platz zwischen dem Blech. Die Omas im Bus glotzen mich an, als hätte ich die Straße persönlich mit der Hand so eng in den Stein geklopft, nur um sie ordentlich zu piesacken. Als wir weiterfahren sehen wir im Rückspiegel, dass der Bus schon wieder stehen geblieben ist. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.
An einem der zahlreichen Aussichtspunkte wartet eine Bergziege wie bestellt auf die Ausflügler und grinst fotogen in die Kameras, während an einem unglaublich steilen und tiefen Hang die französische Bergrettung abseilen übt. Sehr spektakulär. Genau wie die Felstunnels, durch die wir fahren müssen. Am Ende der Strecke wartet die Pont de l'Artuby, die den Verdon 200 Meter hoch überspannt und auf der einem beim hinunter sehen übel werden kann. Kaum zu glauben, dass sich hier sehr gerne Bungee-Jumper in die Tiefe stürzen. Leider war kein Bungee-Betrieb, als wir dort waren. An dieser Brücke fällen wir auch die Entscheidung, die kommende Nacht erneut am Lac de Saint Croix zu verbringen. Zum einen ist es echt schön dort, zum anderen ist es heiß und das Wasser lockt. Außerdem dauerte die Schlucht-Umrundung länger als gedacht und wir müssen ja auch noch mal den Weg zurück. Vorher fahren wir aber nach Castellan, einem der unzähligen schönen Mittalter-Städtchen in der Provence, zum bummeln, tanken und einkaufen. Nachdem wir die Verdon-Schlucht ein weiteres mal bezwungen haben, dieses mal über die bequemere Nordstrecke, rollen wir nach Sainte-Croix-du-Verdon, um die andere Seeseite auch mal kennen zu lernen. Der Camping dort ist einfach, aber alle Stellplätze befinden sich unter Olivenbäumen und haben Seeblick. Wir werfen uns in den (hier komischerweise absolut klaren, aber dennoch türkisblauen) See und später essen wir Salat mit Oliven unter Olivenbäumen. Die Idylle wird nur ein wenig durch die etwa 50jährige zeltende Hippibraut neben uns getrübt. Obwohl, eigentlich ist sie eher witzig. Zum Sonnenuntergang baut sie direkt neben unserem Womo auf einem alten Teppich eine Art „Kunstladen“ auf mit scheußlichen Aquarellen, Steinen, Federn und mehr Esotherik-Tralala. Dann geht sie zu jedem Platz und erzählt auf deutsch, dass es schon immer ihr Traum war so, mal so durch Frankreich und so, frei wie der Wind und so. Bei der Finanzierung würde ihr ihre Kunst helfen so, man könnte ja mal so schauen kommen, wenn man das echt akzeptieren würde und so. Als sie in unsere Richtung schwenken will, ziehe ich mir meine Schirmmütze tief ins Gesicht, umklammere meine Bierdose und gucke abweisend. Hat geholfen ;-)




Oben v.l.: Lac de Saint Croix / Verdon Schlucht / Der grinst doch!?
Mitte v.l.: Abseilen will gelernt sein / Verdon-Schlucht / Die Bungee-Brücke (200 Meter hoch)
Unten v.l.: Castellan / Schlafen unter Olivenbäumen / Planschen mit Bergpano


TAG 5 – 29.05.2009
Sainte-Croix-du-Verdon – Giens
Und wieder schon sehr warm um acht Uhr morgens. Herrlisch! Wir frühstücken frische Croissants und werden von der Hippibraut mit „If you´re going to Saaaan Fraaanziscoooo“ unterhalten. Wirklich! Der ist kein Klischee zu schade. Dem See und den Olivenbäumen winkend verlassen wir den Verdon und die wirklich schöne Ecke hier in Richtung des Klosters Abbaye du Thoronet. Bei einem kurzen Zwischenstopp fällt mir auf, dass mein linkes Auge stark angeschwollen ist. Auf dem Augapfel hat sich eine richtig dicke Beule gebildet, die sich gelb verfärbt hat. Muss dass? Da hilft nix, was immer es ist – zuerst wird eine Apotheke gesucht, die vielleicht mit Augentropfen helfen kann. Und mitten in der Pampa der Provence um die Mittagszeit eine geöffnete Apotheke zu finden, erweist sich nicht wirklich als leicht. In irgendeinem wieder einmal mittelalterlichen und schönen Dorf fragen wir an der Touri-Info nach, die uns in die nächst größere Stadt zum Carrefour schickt (beliebte Supermarktkette in Frankreich). Dort sei eine geöffnete Apotheke zu finden. Also über zahllose Serpentinen dorthin. Der freundliche Apotheker ist der Meinung, ein Zug vom Autofenster oder zu viel Sonne könnten vielleicht die Ursache sein. Gegen das brennen und jucken verkauft er mir Augentropfen und ich soll die Sache im Auge behalten (Brüller, oder?). Um es kurz zu machen: Nach zwei Tagen ist die Schwellung dank der Tropfen verschwunden gewesen. Somit erreichen wir die Abbaye erst am frühen Nachmittag und merken schnell, dass sich die Fahrt gelohnt hat! Das alte Gemäuer ist sehr schlicht gehalten, aber faszinierend. Man fühlt sich tatsächlich ein bisschen in die alte Zeit versetzt und wartet jeden Moment auf einen Mönch, der um die Ecke kommt. Am geilsten ist die Akustik der Klosterkirche – Töne halten sich dort bis zu zehn Sekunden! Später kommen wir noch in den Genuss einer Kostprobe, als ein Fremdenführer seiner Gruppe dort ein Ständchen mit Mönchsgesängen hält, zu dem wir uns einfach mal dazu setzen. Nach dem Klosterbesuch wollen wir uns auf den Stellplatz nach Six-Fours-Les-Plages aufmachen, entdecken aber noch rechtzeitig im Womo-Tourguide, dass der von Mai bis Oktober geschlossen hat. Also machen wir uns ohne Plan zur Halbinsel Giens auf, um dann eben dort endlich mal das Mittelmeer zu sehen. Nach kurzem Suchen finden wir einen schönen Platz (Camping D'Olbia, Rue Rene de Kniff), auf dem wir uns unter Pinien parken. Schnell noch ab zum nahen Kieselstrand, der von kleinen Klippen, Kiefern und Pinien gesäumt ist. Das Wasser ist relativ warm und absolut klar. Ich erkunde mit der Taucherbrille ein bisschen den Grund. Der Rest des Abends verläuft mit Duschen, Essen und dem obligatorischen Bierchen im Freiluft-Wohnzimmer vor dem Womo recht unspektakulär – wir fallen ziemlich früh todmüde in die Koje.



Oben v.l.: Abbaye du Thoronet
Mitte v.l.: Der Vollständigkeit halber - Der Camping des Tages meine Damnunhean!


TAG 6 – 30.05.2009
Giens – Aix-en-Provence

Whoot? Bewölkung und Wind nach dem Aufstehen? Geht ja gar nicht! Trotzdem ist es noch warm. Eigentlich soll es heute zu den Calanques bei Ciotat gehen, enge, fjordartige Täler am Meer mit Klippen und Höhlen und so weiter. Diese wollen wir per Boot erkunden. Allerdings haben wir keine große Ahnung, wo diese Boote abfahren sollen und ich habe wenig Lust, in engen Häfen ohne Plan und parkplatzsuchend herum zu irren. Anderseits trauen wir dem Wetter nicht sehr. Dann fahren wir eben heute nach Aix, das ebenfalls noch ganz oben auf unserer „To Do“-Liste steht. Während der Stunde Fahrt klart es plötzlich auf und et Sönnche strahlt wieder von einem wolkenlosen Himmel. Sofort ist es heiß. Der von unseren Reiseführern in Ermangelung eines Womo-Stellplatzes in Aix empfohlene Camping Chantecler erweist sich als gute Wahl. Groß, schön und trotzdem nah zur Innenstadt. Allerdings ist er mit 23,- EUR pro Nacht (inkl. Strom) auch sehr teuer. Stadt eben. Etwa fünf Minuten Fußweg vom Camping aus fährt ein Linienbus alle paar Minuten direkt ins Zentrum (10 min. Fahrt, 1,10 EUR pro Person). Wir schlendern erst den Cours Mirabeau entlang, die „Prachtstraße“ von Aix. Nach so viel Natur und relativer Einsamkeit in den letzten Tagen ein kleiner Kulturschock – Die Stadt brummt und ist voller Menschen. Trotzdem ist es mal ein richtig schöner, pittoresker Ort, dieses Aix. Im Zickzack-Kurs bummeln wir durch die überschaubar große Altstadt und freuen uns an den alten Häusern, den zahllosen Brunnen, den engen Gassen und dem Leben darin. Vor zwei Kirchen finden Hochzeiten statt. Wir machen „Café-Hopping“ und genießen das so oft zitierte „Savoire Vivre“ - Das klappt hervorragend, solange man einfach nicht auf die Rechnungen in den Cafés schaut und a la „watt kost die Welt“ einfach die Kreditkarte zückt. Aix soll laut einer Umfrage angeblich die Stadt sein, in der die meisten Franzosen gerne leben würden. Nach sechs Stunden Stadtbummel können wir das nicht ganz glauben. Hier ist es zwar schön und definitiv einen Abstecher wert, aber für das Leben hier wäre es uns zu teuer und zu eng. Kein Park, keine Wasserfläche, nichts was das Bild ein wenig auflockert. Pittoreske alte Häuser sind nun mal nicht alles. Am Abend gönnen wir uns zum ersten Mal einen Restaurantbesuch („Chez Maxime“, Place Ramus). Es wird von unserem Reiseführer als relativ preiswertes und authentisches Restaurant empfohlen. Wir ordern ein Menu, wie es in Frankreich üblich ist (Vorspeise, Hauptspeise, Dessert), ein Glas Wein sowie ein Bier. Die Atmosphäre auf dem kleinen Place Ramus stimmt, die Bedienung ist sehr freundlich und macht auch mal ein Spässchen, alles in allem fühlen wir uns gut aufgehoben. Nur das Essen ist bis auf die Vorspeise nicht wirklich der Knaller und insgesamt 80,- EUR inklusive unserer zwei Getränke absolut nicht wert! Also keine Empfehlung von meiner Seite. Zurück am Womo planen wir für den nächsten Tag und genießen noch das Feierabendbier unter Sternen und mit Zikadengesang. Sogar eine Nachtigall lässt sich zuhören.



Oben: Stadtansichten Aus Aix-en-Provence
Unten v.l.: Campingplatz in Aix / Warum sehen deutsche Autobahnen eigentlich nich so aus?


TAG 7 – 31.05.2009
Aix-en-Provence - Saintes-Maries-de-la-Mer

Beim Outdoor-Frühstück (kaum erwähnenswert dass das Wetter spitze ist, oder?) beobachten wir unseren Campingnachbar von schräg gegenüber, Typ alternder Schlagerstar mit Silberlocken. Er hat ein unglaublich fettes Wohnmobil, dass anscheinend länger dort parkt (wegen Blumenbeeten davor). Wer so ein Gerät nicht bewegen muss, hat wohl sehr viel Freizeit. Kurz nach dem Frühstück zieht er eine Schutzplane von der vor seinem Platz parkenden Harley Davidson ab - Blankgeputzt und wie neu aussehend. Er tut dies wohl aus Showzwecken, denn wegfahren will er damit anscheinend nicht. Jeder (!) der den Weg hinauf kommt, glotzt unverhohlen zu ihm herüber oder bleibt sogar stehen und gafft. Egal ob Erwachsene oder Kinder. Wir taufen ihn „Nanny“ nach seinem zweiten Nummernschild und vermuten, dass es tatsächlich ein alternder französischer Schlagerstar ist. Oder ein ausgedienter Gameshow-Moderator oder sonstige C-Prominenz. Ist ja auch egal, wir packen, um den Calanques einen zweiten Versuch zu widmen. Dieses mal aber denen in den diversen kleinen Fischerörtchen an der Côte Bleue. Nach einer guten Dreiviertel Stunde erreichen wir den ersten dieser Orte. Die Zufahrt hat 8% Gefälle, aber in der Mitte wird laut Womo-Führer ein Parkplatz empfohlen, um den Rest zu Fuß gehen zu können wegen fehlender Wendemöglichkeiten im Ort. Den Parkplatz finden wir, allerdings ist der so brechend voll, dass die Autos schon an den Rändern der engen Straße stehen. Keine Chance. Fahren wir eben in den nächsten Ort. Schon weit vor diesem winkt uns ein Polizist und bedeutet uns, zu drehen und wieder wegzufahren. Alles verstopft hier. An Blech- und FlipFlops-Karawanen vorbei düsen wir enttäuscht wieder den Berg hinauf. Langsam dämmert es uns: Auch in Frankreich feiert man Pfingsten und heute ist Pfingstsonntag. Langes Wochenende also, die Franzosen fahren auch ans Mittelmeer. Die nächste Calanque versuchen wir erst gar nicht und quälen uns durch den Verkehr nach Carro. Laut Womo-Führer einem schönen Fischerort mit einem Stellplatz-„Geheimtipp“, der auf drei Seiten vom Meer umspült sein soll. Wir finden ihn, allerdings weist ein rotes „Parking Fermez“-Schild darauf hin, dass der Platz voll ist. Pöh, so schön ist es hier auch gar nicht. Der Platz besteht aus Beton und die Womos stehen dicht an dicht gequetscht. Und was nun? Mittlerweile ist früher Nachmittag und es ziehen dunkle Gewitterwolken auf. Wir entscheiden uns, dann eben noch eine Stunde Fahrt dranzuhängen und heute schon außerplanmäßig in die Camargue zu fahren . Dort soll ein riesiger Sandstrand ausdrücklich für wildes Camping zugelassen sein. Die Fahrt geht mit einer Fähre über Salin-de-Giraud. Der Ort ist die einzige Ansiedlung inmitten riesiger Salzseen, die vom Meer zur Salzgewinnung abgetrennt wurden. Hier herrscht Einsamkeit und absolutes Flachland, der totale Kontrast zu den bisherigen Landschaften die wir gesehen haben. In den Seen stacksen unzählige Flamingos umher, auf den Weiden grasen wilde Camargue-Pferde und -Ochsen. Der große Strand ist schnell gefunden und wieder bietet sich ein Kontrastprogramm – Auf geschätzt zwei Kilometern reiht sich Zelt an Womo an Auto an Wohnwagen an Blechhütte. Aber trotzdem Platz genug für alle, denn der Strand ist wirklich riesig. Wir beherzigen den Rat des Womoführers (und meine Erfahrung aus dem befahrbaren Strand in Dänemark 2007) und meiden helle Stellen im Sand, parken nahe der ausgefahrenen Piste. Markise raus, Stühle raus und erst mal in der Sonne brutzeln. Ein netter Zeltcamper neben uns kommt aus Schwaben und wir unterhalten uns ein wenig. Dann geht’s erst einmal ins Meer. Herrrlisch! Danach sonnen und Leute gucken. Später wollen wir langsam los, um auf dem Meerblick-Stellplatz in Saintes-Maries-de-la-Mer einen Platz zu ergattern. Nach dem einpacken und aufsatteln stelle ich fest, dass das Vorderrad durchdreht. Wir müssen während unserer Stellzeit eingesackt sein. Draußen sehen wir, dass die beiden Vorderreifen zur Hälfte im Sand hängen. Mit den Händen buddeln wir sie halbwegs aus und verstärken den Sand davor und dahinter mit Holz, dass wir uns vom vorbereiteten Lagerfeuerhaufen unseres Schwaben-Nachbars ausleihen. Zweiter Versuch – Nix. Statt dessen noch tiefer eingesackt. Schweißperlen bilden sich auf der Stirn – Was jetzt? In etwa hundert Metern lagert eine große französische Gruppe befreundeter Familien, etwa 12 Leute. Wir sprechen Sie in unserem schlechten Französisch an, geantwortet wird uns auf schlechtem Deutsch. Sofort erklären sie sich bereit, schieben zu helfen. Doch selbst mit geballter Kraft ist da nichts zu machen, das Womo bewegt sich keinen Zentimeter. Die Franzosen winken ab und stehen plötzlich mit einem 4x4 Jeep hinter unserem Adria. Schneller als wir gucken können ist ein fettes Seil am Abschlepphaken des Womos angebracht und der Jeepfahrer bedeutet mir, mich ans Steuer zu setzen und den Rückwärtsgang einzulegen. Hinten zieht der Jeep, vorne schieben Männer, Frauen und Kinder et voila – die Kiste ist frei! Wir sind überglücklich und danken jedem einzeln. Die netten Helfer laden uns nach diesem Schreck noch auf ein Bier zu sich ein und wir versuchen uns noch ein halbes Stündchen in gepflegtem Small-Talk in einem Französisch-Deutsch-Englisch-Hand-und-Fuß-Mix, bevor wir uns nach Saintes Maries aufmachen. Immerhin wissen wir jetzt, was die Franzosen von Bayern München halten (nämlich genau so wenig wie wir). Durch die Festfahr-Aktion ist es doch spät geworden, aber die Abendsonne wirft ein unglaublich geiles Licht auf die Salzseelandschaft. Wasser, Flamingos, Pferde und … Mücken! Das die Camargue vor Moskitos nur so wimmelt wussten wir vorher, aber DAS haben wir nicht erwartet. Es gibt immer wieder Schwärme über der Straße, die aus richtig kleinen dunklen Wolken bestehen. Der Stellplatz in Saintes-Maries ist natürlich voll. Wir sind völlig fertig und wollen nur noch irgendwo parken, steuern also den erstbesten Camping an („La Brise“). An dieser Stelle kein Link weil keine Empfehlung! Der Platz ist riesig groß und viel zu weitläufig, dazu hässlich und das Personal unfreundlich. Außerdem ist der hässlichste Camping dieser Tour mit unverschämten 26,- EUR pro Womo/Nacht (mit Strom) auch der teuerste. Wir kochen ein einfaches Nudel-Abendessen zusammen und werden dabei von den Mücken aufgefressen. Auf dem Weg zur total verdreckten Dusche sehen wir die Leute trotz etwa 25°C komplett in Regenjacken vermummt und mit Gesichtsschutz vor ihren Zelten sitzen. Mücken gehören ja nun beim Campen dazu, aber dass hier geht echt nicht! Wer macht denn hier freiwillig Urlaub? Da bleibt nach dem Duschen nur eins – Türen zu, Mückengitter vor die Fenster und das Mobil bis zum nächsten Morgen nicht mehr verlassen. Vorher noch auf Jagd im Womo gehen. Wir zählen drinnen etwa 20 erlegte Viecher, die beim zermatschen teilweise große Blutflecken in den Handflächen hinterlassen. Der Frust ein Gefangener im eigenen Mobil zu sein wird mit ein paar Dosen „1664“ (leckeres Zeug) und ein bisschen TV-Gucken bewältigt. Trotz dem guten „Antibrumm“-Mückenschutzspray und der großen Jagdaktion werden wir in dieser Nacht völlig zerstochen.



Oben v.l.: Die Camargue wie sie singt und lacht / Flamingos überall / Der Camping-Strand: Riesig groß und nicht ungefährich
Unten v.l.: Die Schneise der Verwüstung (sieht auf dem Foto natürlich gar nicht so tief aus wie in echt ;-) / Mehr Flamingos


TAG 8 – 01.06.2009
Saintes-Maries-de-la-Mer – Aigues Mortes

Morgens gibt’s hier kaum Mücken, nur Schwärme von Fruchtfliegen. Mal was Neues. Direkt neben unserem Platz ist das Tor zum Meer, welches wir eigentlich gestern noch erkundet hätten, wenn es nicht um 20 Uhr schließen würde (den Sinn dieser Aktion hat sich uns nicht erschlossen, aber das mit dem Kack-Camping hatten wir ja schon). Jetzt ist es offen, aber von Strand ist nichts zu sehen, nur große Steine als Barriere. Nix wie weg hier. Wir checken aus und fahren durch das sehr (!) touristisch geprägte Saintes-Maries durch bis zum Strand am Ortseingang. Hier ist es schön, auch wenn der Parkplatz davor wieder einmal durch eine 2-Meter-Barriere für Wohnmobile gesperrt ist. Diesen Barrieren sind wir in der Provence schon öfters begegnet, als ob Geldbußen für Wildcamper nicht ausreichen würden. Geparkt wird kurzerhand an der Straße und danach ein kurzes Morgenbad im Meer genommen. Es soll in der Umgebung noch schönere Strände geben, und da die Sonne wieder mal knallt und einen weiteren heißen Tag verspricht, düsen wir ins nicht weit entfernte Le-Grau-du-Roi, einem weiteren klassischen Badeort – nur in schön! Palmen säumen die Straßen, überall blitzt dunkelblau das Wasser des weitläufigen Hafens mit weißen Segelyachten durch, die Häuser leuchten ockerfarben – So habe ich mir die Küstenregion vorgestellt. Ohne Probleme parken wir vor einem der schönen Strände und läuten einen klassischen Strandtag ein. Baden, Sonnen, Lesen, Eis, Baden, Sonnen … Sonnenbrand! Klar, trotz eincremen bleiben wir nicht ganz verschont, aber der Tag am Meer war's wert. Am späten Nachmittag brechen wir nach Aigues Mortes auf. Ein Städtchen, dass sich einer noch komplett erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer rühmen kann und äußerst - nunja - pittoresk aussehen soll (das Wort des Urlaubs). Am Ortseingang befindet sich ein toller Womo-Stellplatz mit einer Aussicht auf die alte Stadtmauer und den kleinen Yachthafen. Schön hier! Allerdings kommen wir nicht drauf, denn die Schranke vor dem Stellplatz mit neuerdings 12,- EUR Gebühr (sehr hoch für einen Stellplatz, unser Führer mit Stand Ende 2008 sagt noch 8,- EUR an) will unsere Kreditkarte nicht. Von anderen auf dem Platz erfahren wir, dass es nur mit Münzen funktioniert. Also gehen wir reihum an den Wohnmobilen vorbei und fragen, wer wechseln kann. Dabei stoßen wir auf zwei nette ältere Paare aus England, mit denen wir ein bisschen über den Ort, Camping, die Provence, Mücken und ähnliches plaudern. Nach einer Dusche im Womo erkunden wir die Stadt. Wieder einmal fühlen wir uns ins Mittelalter versetzt, sieht man von dem auch hier vorherrschenden touristischen Angeboten ab. Aigues Mortes ist wirklich sehenswert, kein Krieg und keine Naturkatastrophe scheint dem Ort seit seiner Entstehung allzuviel abverlangt zu haben. Auf dem schönen „Dorf“platz lassen wir uns nach einem langen Rundgang im Abendlicht in einem Restaurant nieder und spachteln ein Menu, bei dem nur die Vorspeise und das Dessert wirklich lecker sind. Dafür ist es hier um einiges günstiger als in Aix. Als gegen 23 Uhr alle Bürgersteige hochklappen schlendern wir an der schön beleuchteten Stadtmauer vorbei zurück zur rollenden Schlafstatt.




Oben v.l.: Der Tag am Meer / Aigues Mortes bei Nacht / Schöner Stellplatz!
Unten v.l.: Aigues Mortes Pano vom Stellplatz aus


TAG 9 – 02.06.2009
Aigues Mortes – Avignon

„Sur le Pont D´Avignon ...“ - Heute geht es also in die berühmte alte Papststadt. Nach Frühstück und dem schnellen Ver/Entsorgen am Stellplatz winken wir Aigues Mortes und lenken den Adria in Richtung Avignon. Vorher machen wir noch an der weltberühmten Pont Du Gard halt (kennt nicht zuletzt jeder vom 5-EUR-Schein). Ein großer gebührenpflichtiger (kostet lustigerweise 5,- EUR) Parkplatz erwartet uns und nach einem kurzen Fußweg stehen wir auch schon davor. Es ist (zum Glück) wieder warm und einige Touris baden im Gardon unter der Sehenswürdigkeit. Badesachen haben wir zwar auch dabei, aber wir gehen dann doch nicht ins Wasser sondern erkunden die Brücke. Rebekka von oben, ich von unten. Wirklich ein imposantes Bauwerk wenn man bedenkt, dass das Teil schon so alt ist wie Jesus. Die Römer versorgten mit dem Aquädukt zu dem die Pont gehört die Stadt Nîmes mit Trinkwasser. Ein ausgeklügeltes Gefällesystem war für dieses Vorhaben nötig und immerhin steht das Ding heute noch. Vor gar nicht so langer Zeit fuhren sogar noch Kutschen und auch Autos darüber. Das dazugehörige Museum sparen wir uns aus Zeitgründen und fahren weiter nach Avignon. Da die Stadt noch keinen Womo-Stellplatz besitzt, wollen wir auf einen der im Womo-Reiseführer empfohlenen Campingplätze rollen. Beide befinden sich auf der Île de la Barthelasse, der Insel in der Rhône vor der Stadt. Leider lesen sich beide nicht so perfekt, einer soll zwar stadtnah aber recht hässlich, der andere schön aber weit entfernt sein. Direkt neben Ersterem finden wir durch Zufall einen ganz anderen, im Führer nicht angegebenen - den Camping Pont D´Avignon (http://www.camping-avignon.com). An der Rezeption werden wir von einer Schwäbin auf Deutsch begrüßt. Der Platz ist toll – großer Pool, kleiner Laden, viele Bäume, saubere Duschen und sogar Plätze mit Blick auf den Papstpalast und die Pont D´Avignon, die aber leider belegt sind. Wir finden einen anderen netten Stellplatz und probieren zuerst mal den Pool aus (hatte ich erwähnt, dass die Sonne knallt? ;-). Später machen wir uns auf den Fußmarsch über die nahe Brücke zu einem der Stadttore (etwa 15 Min.). Da es schon später Nachmittag ist, wollen wir uns die großen Sehenswürdigkeiten für den nächsten Tag aufsparen, womit wir spontan entscheiden eine weitere Nacht hier zu bleiben. In der Stadt finden wir den leicht angegammelten Schick alter französischer Städte, den wir langsam schon gewohnt sind. Hier ist nur alles ein bisschen größer als beispielsweise in Aix. Wir besichtigen eine schöne Kirche und spazieren durch den Süden der Stadt, weil der Papstpalast und Konsorten im Norden morgen entdeckt werden wollen. Nach einigen Kilometern treibt der Hunger uns in ein vom Reiseführer empfohlenes Restaurant. Ziemlich Schicki-Micki und modern in einem Innenhof. Das Essen ist gut, aber „gehoben“, will heißen die Teller sind nicht unbedingt total voll. Satt werden wir trotzdem (einfach Brot nachordern, hehe) und zu teuer war es auch nicht. Zurück zum Camping geht es am beleuchteten Ufer der Rhône.



Oben v.l.: Pont du Gard - Die spinnen, die Römer!
Unten v.l.: Avignon: Maroder Charme an allen Ecken / Kathedrale & Papstpalast / Einen der schönsten Campingplätze der Tour hatten wir in der alten Papststadt


TAG 10 – 03.06.2009
Avignon – Avignon

Wie praktisch! Neben dem Campingplatz quert eine kostenlose Fähre den Fluss und bringt einen sofort zum Garten über dem Papstpalast! Eigentlich wäre der Fußweg von unserem Womo zur Fähre drei Minuten, aber da der gesamte Camping eingezäunt ist und an der betreffenden Stelle keine noch so kleine Tür besitzt, müssen wir komplett außen herum laufen. Die sind komisch, die Franzosen. Wir setzen über die Rhône und klettern direkt hinter dem Anleger den Felsen Rocher des Doms hinauf. Oben auf der Spitze hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und es befindet sich dort ein riesiger und schön angelegter Park. Gleich dahinter gelangt man zur Kathedrale Notre-Dame-des-Doms. Sie sieht von außen mächtiger aus als von innen, aber immerhin befinden sich in ihr Papstgräber und einige sehenswerte Seitenschiffe. Wiederum gleich daneben befindet sich der Papstpalast, der fast komplett als Museum zu besichtigen ist. Mit einem Audioführer auch auf Deutsch. Es wird alles gut erklärt und beschrieben und es ist schon interessant, durch das ehemalige Allerheiligste der Katholiken zu laufen - immerhin diente die Stadt und der Palast sieben Päpsten als „neues Rom“. Und wer weiß schon, in welchen Räumlichkeiten Päpste im Mittelalter zu schlafen pflegten? Nach der langen Tour durch den Palast sind wir ganz schön geschlaucht, denn das Wetter ist zur Abwechslung mal heiß und sonnig. Die Pont D´Avignon schenken wir uns – ist im Endeffekt auch nur eine Brücke, die man zudem nicht sieht wenn man drauf steht. Wir erkunden die Innenstadt noch ein wenig und machen Tourikram – Eis essen, Nippes kaufen (eine Walzenspieluhr, die „Sur le Pont“ spielt), fürs Abendessen Lebensmittel jagen, etc. Zurück am Womo wird gebrutzelt, gekniffelt, geduscht und noch lange in der lauen Nacht bei Bier und Wein gesessen und erzählt.



Oben: Sur le Pont D´Avignon, on y dance ...
Unten v.l.: Avignon: Kathedrale und Papstpalast (Im Papstpalast herrschteleider Fotografieverbot)


TAG 11 – 04.06.2009
Avignon – Gordes

Erneut blauer Himmel und Sonne – croissantgestärkt verlassen wir mit Ver/Entsorgtem Womo Avignon. Schön war's! Die Fahrt führt uns 45 Minuten weiter nach Roussillon und zu seinen berühmten Ockerfelsen. Womos dürfen nicht in den Ort hinein, aber es gibt einen großen Parkplatz vorher, an dem man 2,- EUR für 24 Stunden zahlt, der also auch zum Schlafen geeignet wäre. Etwa zwei Kilometer Fußweg Richtung Dorf später stehen wir am Eingang zu den Felsen. Schon die sehr weite Sicht in das gesamte Umland bis zum Mont Ventoux, dem höchsten Berg der Provence, war den Weg hierher wert. Die Ockerfelsen (2,50 Eintritt) sind ein wirklich tolles Naturschaupiel. Leider kann man nicht mehr komplett durchlaufen, sondern wird drum herum geführt. Dennoch ein geiles Naturschauspiel – Die heftig leuchtenden Ockertöne lassen alle anderen Farbe wie die der Bäume und die des Himmels fast unwirklich erscheinen. Nach etwa zweieinhalb Stunden treten wir den Weg Richtung Gordes an, einem weiteren Bergort auf unserer Tour (in dem übrigens einer unserer „Retter“ vom Strandvorfall wohnt). Die Aussicht ist überall wo man neben der Straße hinsieht Wahnsinn. Zuerst geht es zur bekannten Abbaye du Sénanque. Ihre Berühmtheit hat sie wohl eher durch die malerisch davor gelegenen Lavendelfelder erlangt, die momentan leider noch nicht blühen. Das Kloster kann man nur im Rahmen einer Führung besichtigen und die Kirche ist unspektakulär. In der Abbaye du Thoronet vor knapp einer Woche hat es uns besser gefallen. Daher bleiben wir auch nicht allzu lange. Letzter Stopp für heute ist der Camping des Sources, etwa einen Kilometer überhalb von Gordes. Dort steht man in Hanglage mit weitem, sehr weitem Blick ins Land und auf die umgebenden Berge, ich schätze 50 Kilometer in jede Richtung. Ein netter, kleiner Platz mit großem Pool und momentan zudem recht unbesiedelt. Obwohl es hier oben etwas kühler ist, ist es immer noch warm und wir springen noch schnell in den doch ziemlich eiskalten Pool mit Bergblick. Und wieder ein totales Kontrastprogramm zu den letzten beiden Tagen: Einsamkeit, Berge und … kaum Mücken! Nach dem Essen, spülen und duschen werfen wir ausnahmsweise noch einmal den Fernseher an und gucken „Domian“ bis wir ins Bett fallen.





Von oben nach unten: Die Ockerfelsen bei Roussillion, das Dorf selbst, die Abbaye du Senanque und der Campinplatz in Gordes


Tag 12 – 05.06.2009
Gordes – Vallon Pont d´Arc

Der letzte „richtige“ Urlaubstag bricht an und zum ersten Mal nach langer Zeit sieht es morgens nach Regen aus. Nachdem wir abgefahren sind fängt es dann auch heftigst an zu pladdern. Eine Besichtigung von Gordes streichen wir daher und machen uns auf den Weg. Heute wollen wir schon einmal einen kleinen Sprung in Richtung Heimat hinter uns bringen und fahren anderthalb Stunden über die Autobahn nach Norden an den Fluss Ardèche. Unterwegs besuchen wir zum letzten Mal einen Carrefour und decken uns mit dem Nötigsten ein. Wir fahren zunächst an Vallon Pont d´Arc vorbei die Ardèche-Schlucht entlang, um den eigentlichen Pont zu suchen, der dem Ort seinen Namen gegeben hat. Es ist eine Felsenbrücke über dem Ardèche, die oft und gerne fotografiert wird. Als wir den Aussichtspunkt gefunden haben, schauen wir auf viele Kanufahrer hinab, die den Pont durchqueren und die Sonne kommt wieder raus. Am schönen Camping Mondial wollen wir unsere Markise aufschlagen. An der Rezeption fragen wir nach der Möglichkeit, ein Kanu zu mieten. Da sei kein Problem, 25,- EUR für zwei Personen bei zwei Stunden auf einer sieben Kilometer langen Strecke mit Abhol- und Rückbringservice. Um 16 Uhr wäre die nächste Möglichkeit. Klingt gut. Wir sagen, dass wir darüber nachdenken werden und eventuell dann um 16 Uhr da sind. Der Mondial Camping hat einen ziemlich mondänen Poolbereich und ist schön angelegt. Wir parken ganz unten am länglichen Platz unter Bäumen und nur ein paar Schritte vom Flussufer entfernt. Gerade ist die Markise ausgefahren und wir in unsere Stühle gefallen, als plötzlich eine Lautsprecherdurchsage über den ganzen Platz brüllt: „Mössjöh Küffnähr … a la Röcäpsion sil vu pläh“. Mehr verstehe ich nicht, aber damit war unmissverständlich ich gemeint. Also hetze ich den Platz nach oben zur Rezeption (etwa fünf Minuten Weg) um dort zu erfahren, dass in exakt zehn Minuten, um 15.35 Uhr, das Kanu-Unternehmen einen Wagen schicken würde, der uns abholt. Aha, anscheinend haben wir vorhin bereits fest gebucht gehabt. Jetzt ist auch egal, machen wir`s eben! Also den Weg wieder runter um Rebekka Bescheid zu sagen und sofort wieder rauf. Keine Zeit, sich groß umzuziehen. Wird man dabei überhaupt richtig nass? Ein junger Kerl erwartet uns, verfrachtet uns in ein kleines Büschen und fährt wortlos ein paar Minuten in der Gegend herum. Plötzlich finden wir uns vor einem kleinen Holzhäuschen wieder und unterschreiben irgendwelche Erklärungen. Unsere Wertsachen sollen wir in wasserdichte Kanister packen. Außer Wasserflasche, Sonnenbrille und Autoschlüssel haben wir sowieso nichts dabei. Der schweigsame junge Typ bedeutet uns dann, mitzukommen, nachdem er uns Schwimmwesten angelegt hat. Auf dem Weg zum Flussufer wird er ein weniger gesprächiger und gibt uns in Französisch-Englisch und ein paar Brocken Schuldeutsch einige Instruktionen. Wir verstehen nur die Hälfte. Dann händigt er uns noch einen Zettel aus, auf dem die Strecke und der Haltepunkt für uns eingezeichnet sind. Außerdem werden dort in Comiczeichnungen die gefährlichsten Stromschnellen erklärt und wie man sie umfahren soll. Stromschnellen? Gefährlich?? Bei einer dieser Stellen lautete die mündliche Instruktion: „Anhalten und gucken, wie die anderen das machen“. Und tatsächlich ist auf dem Blatt an dieser Stelle ein Stopp-Schild gezeichnet und ein Auge, dass auf den Fluss schielt. Und wenn wir in den Stromschnellen ins Wasser fallen, sollen wir nicht versuchen zu schwimmen, sondern einfach nur liegen bleiben und uns von der Strömung tragen lassen, bis seichtes Wasser kommt. Oh, Okeee … Seine letzte Frage: „Schon mal Kanu gefahren?“ Wir verneinen. Er antwortet „Okeeee ...“, zeigt uns unser Plastikkanu und wünscht viel Spaß. Dann sind wir allein, in zwei schreiend pinke und violette Schwimmwesten gehüllt, ansonsten normal bekleidet, jeder ein Paddel in der Hand und das Plastikteil vor uns. Gut, was wissen wir? Um sechs werden wir an Punkt Nr. 7 abgeholt, ansonsten haben wir keine Ahnung. Wird schon schief gehen. Wir schleppen das erstaunlich schwere Plastikgefährt ins Wasser und klettern drauf, jetzt schon bis zum Bauchnabel nass, aber das Wasser hat eine sehr angenehme Temperatur. Wie paddelt man eigentlich – synchron oder entgegengesetzt? Das erste Stück ist erfreulich ruhig und wir können üben. Die erste „gefährliche“ Stromschnelle erweist sich als locker, bei der zweiten knallen wir gegen einen Felsen (ohne zu kentern), bei der dritten bleiben wir irgendwann hängen und ich muss uns wieder ins tiefe Wasser ziehen (und wir haben nicht angehalten um zu gucken wie die anderen das machen, wir waren nämlich so gut wie alleine unterwegs – jawoll!). In den ruhigen Abschnitten genießen wir die tollen Aussichten auf die Schlucht. Auch unter der Pont d´Arc paddeln wir durch und gucken jetzt auf die Leute auf dem Aussichtspunkt, wie wir eben noch von da oben auf die Kanus. Pünktlich gegen sechs erreichen wir Punkt 7, nass, geschafft und glücklich. Geile Fahrt – Gerne wieder! Wir werden zum Camping zurück gefahren und gehen erst mal duschen. Dann folgt das große Provence-Abschieds-Essen mit fettem Salat, lecker Grillgut (aus der Pfanne) und Baguette. Nachher sitzen wir noch bis in die Nacht vor dem Womo, trinken unsere Reserven auf und lassen die Tour Revue passieren. Passend dazu singt eine Nachtigall um die Wette mit quakenden Fröschen. Noch eine Woche mehr wär schon nicht schlecht … Als es anfängt zu Gewittern, verkriechen wir uns ins Bett.



Oben v.l.: Pont D´Arc (da sind wir auch mit dem Kanu drunter her) / Camping Mondial / Ardeche-Ufer, 20 Meter vom Womo entfernt
Unten v.l.: Der große Abschieds-Fraß / Kanu ist ne nasse Angelegenheit


Tag 13 – 06.06.2009
Vallon Pont d´Arc - Goncourt

In der Nacht hat es ganz schön geschüttet. Vor dem Mobil ist alles aufgeweicht. Die Klamotten auf unserer provisorische Bindfaden-Wäscheleine am Baum sind klatschnass, Stühle und Schuhe auch. Der Himmel ist sehr bedeckt, aber es ist warm. Naja, jetzt darf das Wetter auch langsam schlechter werden, der Urlaub neigt sich ja gen Ende. Der Platz muss wie üblich bis 12 Uhr bezahlt sein, aber danach darf man noch bis 16 Uhr bleiben. Haben wir auch noch nicht erlebt. Wir nutzen das Angebot und gehen nochmal zum Ufer der Ardèche, wo die Hölle los ist. Der ganze Fluss ist bunt von Kanus. Anscheinend alles Hobbyfahrer wie wir, denn es gibt so einige spaßige Szenen zu beobachten. Die meisten Fahrer sind Jugendgruppen, die mehr zum saufen und feiern unterwegs zu sein scheinen, als zum Kanu fahren. Es gibt Bierdosenhelme, Sprechchöre mit irgendwelchen französischen Fußball-Schlachtgesängen von Ufer zu Ufer, Typen die umherschwimmen und Kanus zum Kentern bringen … Kirmes auf dem Wasser. Selbst der einsetzende Regen hält uns nicht davon ab, noch etwas länger zu gucken. Sehr witzig alles, trotzdem sind wir froh, gestern bei unserer Paddelpremiere fast alleine unterwegs gewesen zu sein. Langsam wird es Zeit abzufahren. Wir räumen ein und nutzen nochmal die Duschen (die besten des ganzen Urlaubs!). Auf der 45minütigen Strecke zur Autobahn A7 stehen wir irgendwann vor einer sehr tiefen Brücke. Ein Schild das davor warnt, dass hier nur maximal 2,60 Meter hohe Fahrzeuge durch passen, steht 20 Meter davor. Ein bisschen früher wäre nett gewesen, Wendemöglichkeiten sind hier nicht so dolle. Wir sind gerade am Seitenstreifen rangefahren, als das nächste Womo in die Falle fährt. Das war dann auch fast das letzte Aufregende des Tages, wenn man von dem einstündigen Stau vor einer Mautstelle absieht. Um 21.30 Uhr erreichen wir Goncourt in den Vogesen, wo wir noch eine Zwischenübernachtung einlegen wollen. Während der Fahrt wurden wir von zahlreichen Gewitterwolken mit mächtigen Wolkenformationen und einem Hörbuch unterhalten. Inzwischen regnet es Bindfäden und der Stellplatz direkt am Ufer der Maas (die hier noch ganz schmal ist), kann nicht wirklich genossen werden. Außerdem ist es saukalt! Geschätzte 15 Grad. Ein Feierabendbierchen draußen reicht uns, wir beschließen den Abend mit ein wenig Zocken im Womo.

Letzter Blick aufs Tal der Ardèche auf der Heimfahrt - Schüss Provence! / Stellplatz in Goncourt an der Maas

Tag 14 – 07.06.2009
Goncourt - Köln

Bei Regen aufgewacht und losgefahren, bis hinter die deutsche Grenze vom Regen verfolgt gewesen. Am frühen Nachmittag zurück in Köln und teilweise bei Regen ausgepackt. Morgen geht’s wieder zur Arbeit, der Alltag hat uns wieder … Aber nur bis zum nächsten Mal!


Zum Abschluss noch die Zahlen aus dem Bordcomputer:

Gefahrene Kilometer: 3230
Durchschnittsverbrauch: 11,7 l/100 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 66 km/h
Komplette Fahrzeit des Urlaubs: 59 Std., 16 Min.


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